Einlassventile richtig reinigen

Einlassventile richtig reinigen

Durch die Herausforderung, immer mehr Leistung bei gleichbleibendem beziehungsweise sinkendem Verbrauch zu kombinieren, ist die Direkteinspritzung entstanden. Dabei ragen die Einspritzdüsen direkt in den Brennraum hinein, was eine besonders schwierige Umgebung für die Injektoren schafft: Sie sind hohem Druck und hohen Temperaturen ausgesetzt. Die Ventile sind ähnlichen Strapazen ausgesetzt und nutzen sich mit der Zeit ab. Durch Ablagerungen und Verstopfungen wird die Funktionsweise der Bauteile beeinträchtigt, was die insgesamte Motorgesundheit verschlechtert. Inzwischen gibt es mehrere Reingungsmöglichkeiten, die unterschiedlich kompliziert und aufwendig sind. 

In diesem Blogbeitrag erhalten Sie eine Anleitung zur Reinigung der Ventile und Sie lesen, wie Sie Verkokungen am besten vorbeugen.

Inhaltsverzeichnis

Gründe und Anzeichen für verkokte Einlassventile

Optionen zur Reinigung der Ventile

Reinigung durch Motorinstandsetzung

Verwendung von Granulat aus Wallnussschalen

Reinigung und Prophylaxe mit Kraftstoffadditiven

Kraftstoffadditive von Lifetime Technologies

Gründe und Anzeichen für verkokte Einlassventile

Bei den Direkteinspritzern werden die Ventile nicht von Kraftstoff umspült, sondern nur von Luft umströmt. Die Umspülung mit Kraftstoff würde zu einer gewissen Reinigung beitragen, was Verschmutzungen vorbeugt. Inzwischen strömt jedoch nur noch Luft um die Einlassventile. Diese beinhaltet ein Gemisch aus Öl und Benzin, das sich mit der Zeit ablagert, wodurch sogenannte Verkokungen entstehen. Solche Verschmutzungen führen auf Dauer dazu, dass die Ventile nicht mehr richtig schließen und die Motorleistung deswegen abnimmt. Sollte sich ein Öl-Benzin-Klumpen ablösen, kann dieser in den Motor gelangen und dort Schaden anrichten.

Um kostspielige Reparaturen zu vermeiden, sollten stark verschmutzte Einlassventile gereinigt werden. Sobald Sie Anzeichen dafür erkennen, sollten Sie diese Maßnahme überlegen und eine Säuberung angehen. Symptome der Verkokungen sind:

  • Ruckelnder Motor
  • Schwankender Leerlauf
  • Schlechte Abgaswerte
  • Leistungsverlust
  • Vibrationen
  • Erhöhter Kraftstoffverbrauch
  • Zündaussetzer
  • Schlechte Gasannahme

Sobald Sie ein solches Verhalten bei Ihrem Auto bemerken, sollten Sie der Sache auf den Grund gehen. Häufig ist ein verschmutzter Motor der Auslöser, vor allem sind es die Injektoren, die auf Dauer Schwierigkeiten machen. Wie Sie die Einspritzdüsen reinigen, erfahren Sie in einem anderen Blogbeitrag.

Optionen zur Reinigung der Ventile

Sind die Einlassventile des Fahrzeugs verstopft, aber noch nicht kaputt, kann eine gründliche Reinigung fast den ursprünglichen Zustand eines Neuwagens wiederherstellen und den Leistungsverlust umkehren. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben:

  • Klassische Reparatur, Motorinstandsetzung
  • Reinigung mit Walnussschalen-Granulat
  • Prophylaxe und Reinigung mit Kraftstoffadditiven

Die ersten beiden Möglichkeiten werden in der Werkstatt durchgeführt und verursachen unterschiedlich hohe Kosten und Aufwand. Alle drei Methoden können jedoch die Motorgesundheit wiederherstellen und wieder für einen ruhigen Leerlauf sorgen.

Reinigung durch Motorinstandsetzung

In der Werkstatt wird oft eine klassische Reparatur der Ventile vorgeschlagen. Diese beinhaltet die Demontage des Zylinderkopfes und das Erneuern der Einlassventile. Vor allem bei starken Verschmutzungen, die bereits Schäden hinterlassen haben, ist dies die beste und möglicherweise einzige Wahl. Allerdings verursacht das Abbauen des Zylinderkopfes viel Aufwand, was hohe Kosten bedeutet. Notwendig ist die Methode jedoch nicht immer. Oft wäre eine Säuberung ausreichend, um den Motor wieder leistungsfähig zu machen.

Verwendung von Granulat aus Wallnussschalen

Diese Methode ermöglicht die Reinigung, ohne dass viel im Auto auseinandergebaut werden muss. Der Zylinder bleibt an seinem Platz, lediglich ein Teil des Ansaug-Systems wird abgezogen. Mit dieser effizienten Variante werden die einzelnen Motorteile geschont und trotzdem effektiv gereinigt. Dafür wird in der Werkstatt ein Granulat aus Walnussschalen direkt in den Einlasskanal gespritzt und anschließend wieder abgesaugt. Die einzelnen Schritte laufen folgendermaßen ab:

  • Da die Einlasskanäle zugänglich sein müssen, wird zunächst die Ansaugbrücke abmontiert. Dazu werden die Motorabdeckung und eventuell einige Schläuche entfernt, um genügend Platz zu haben.
  • Durch die Demontage der Ansaugbrücke haben Sie Einblick in die Einlasskanäle und können den Zustand der Ventile ermitteln. So ist ein genauer Vorher / Nachher Vergleich möglich.
  • Anschließend wird mittels eines Adapters das Strahlgerät an einen der Kanäle angeschlossen. Ebenso wird der Staubsauger positioniert, um das Granulat wieder abzusaugen.
  • Für etwa 8 Sekunden wird der Einlasskanal mit dem Wallnussgranulat
  • Zum Abschluss der Reinigung wird der Kanal mit Druckluft gesäubert, das übriggebliebene Granulat wird abgesaugt und ausgewischt.
  • Nun wird der Motor rotiert, sodass das nächste Ventil geschlossen ist.
  • Nach diesem Schema werden die restlichen Einlasskanäle mit dem Strahlmittel und Druckluft bearbeitet.
  • Zuletzt werden der Ansaug-Krümmer und die Motorabdeckung wieder befestigt.

Trotz der kurzen Zeit, in der die einzelnen Bauteile behandelt werden, ist das Ergebnis überzeugend: Die Kanäle und Ventile im Fahrzeug sind sauber und wirken wie neu. Das gute an dem verwendeten Granulat aus Walnuss ist seine hohe Reinigungswirkung und gleichzeitig weiche Struktur. Dadurch wird der Motor nicht beschädigt, weswegen das sogenannte „Walnut shell blasting” als besonders schonend anzusehen ist.

Natürlich kann diese Reinigungsform auch zu Hause durchgeführt werden. Allerdings benötigen Sie dafür einige Gerätschaften, wie das Strahlgerät oder den Hochleistungs-Staubsauger. Die Anschaffungskosten dafür können teilweise bereits die Werkstattkosten übersteigen. Wenn Sie auf der Suche nach einer leichteren und kostengünstigeren Variante sind, sind sogenannte Kraftstoffadditive möglicherweise die bessere Wahl für Sie.

Reinigung und Prophylaxe mit Kraftstoffadditiven

Je nach Schwere der Ablagerungen kann bereits die Verwendung eines Additivs hilfreich sein. Kraftstoffadditive helfen generell dabei, dass der Sprit effizienter verbrannt wird und weniger Ruß und Asche entsteht. Dies kann bereits für einen verringerten Kraftstoffverbrauch sorgen. Inzwischen gibt es sogar Produkte, die mit Nanodiamanten für eine noch bessere Reinigungsleistung sorgen und damit die Reibung im gesamten Motor verringern. Wie Nanodiamanten den Motor schützen können, lesen Sie ebenfalls auf unserem Blog.

Hochwertige Additive können überall dort, wo sie hinkommen, alte Verschmutzungen lösen und neuen vorbeugen. Dadurch wird der Motor insgesamt deutlich sauberer gehalten, was dessen Gesundheit und Leistung erhält. Der saubere Motorraum, die geringere Rußbildung und die verbesserte Verbrennung des Sprits sorgen insgesamt auch dafür, dass Bauteile wie die Einlassventile weniger beansprucht werden und sich weniger Ablagerungen bilden.

Kraftstoffadditive von Lifetime Technologies

Bei der Wahl eines Zusatzstoffs zum Kraftstoff oder zum Motoröl ist es wichtig, auf die hohe Qualität zu achten. Mit den Additiven von Lifetime Technologies reinigen Sie effizient und sicher den gesamten Motor Ihres Autos und verhindern die Entstehung neuer Verstopfungen. Informieren Sie sich über die Wirkungsweise und die Vorteile von Kraftstoffadditiven auf unserem Blog oder stöbern Sie durch unseren Shop.